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Tag der offenen Tür an der Biogasanlage Ummern II
Besucher informierten sich über regenerative Energiegewinnung

Zahlreiche Besucher informierten sich am „Tag der offenen Tür“ an der Biogasanlage Ummern 2 über die regenerative Energiegewinnung.
Ummern. Zahlreiche Besucher informierten sich am vergangenen Sonntag beim „Tag der offenen Tür“ an der von der Firma CornTec bewirtschafteten Biogasanlage in Ummern über regenerative Energiegewinnung. Die Veranstaltung sollte die Biogastechnologie einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.
In Führungen erhielten die Besucher Einblicke in die Funktionsweise einer rein pflanzenvergärenden Biogasanlage. In der vor kurzem in Betrieb genommenen zweiten Biogasanlage in Ummern kommt überwiegend Mais zur Energiegewinnung zum Einsatz. Das Rohmaterial bleibt unter regelmäßigem Rühren mindestens 70 Tage im so genannten Fermenter. So wird ein Absinken oder Aufschwimmen des Materials verhindert. Beim Abbau dieser organischen Masse bilden Methanbakterien unter Luft- und Lichtabschluss bei einer gleichbleibenden Temperatur von etwa 40° C das Biogas. Das in einem Blockheizkraftwerk verbrannte Gas erzeugt somit Strom welches in das Netz der Energieversorger eingespeist wird beziehungsweise Wärme, die zu Heizzwecken genutzt werden kann. Die 500 kW Biogasanlage produziert so Strom und Wärme für rund 1000 Haushalte. „Die Nutzung von regenerativen Energien ist politisch in Deutschland gewollt und ermöglicht den Landwirten eine zusätzliche Einkommensquelle und damit eine langfristige Absicherung ihres Betriebes“, ist sich CornTec Geschäftsführer Hermann Rugen sicher. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sichere den Landwirten eine 20 Jahre andauernde Abnahme- und Preisgarantie des so erzeugten Stromes. Zusätzlich werde die Verwendung nachwachsender Rohstoffe für die Stromproduktion mit sechs Cent pro Kilowattstunde von den Energieversorgern vergütet. An den beiden Biogasanlagen in Ummern sind rund 21 Landwirte aus der Umgebung als Lieferanten beteiligt. „Jeder Landwirtschaftsbetrieb kann, dank der beliebigen Größe der einzelnen Bewirtschaftungsfläche, die Fläche im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten optimal gestalten“, so Rugen weiter. Es werde nur die Fläche mit Energiepflanzen bestellt, die im Rahmen der üblichen Fruchtfolge passend sei. „Unser Konzept wirkt somit den Pachtpreissteigerungen für landwirtschaftliche Nutzungsflächen entgegen“, ist Rugen überzeugt. Er bedankte sich vor allem bei den Lieferanten, beteiligten Landwirten und vielen interessierten Besuchern für das hohe Engagement bei der Ausrichtung des „Tages der offenen Tür“. So hatten diese den Tag der offenen Tür in Eigenregie geplant und so maßgeblich zu einem guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Die zahlreiche Spenden und der Erlös der Tombola sind für das Waldschwimmbad Hohne bestimmt.
