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5. November 2004

Mais dient zur Erzeugung von Biogasstrom für 1000 Haushalte

Nutzung nachwachsender Rohstoffe in einem Blockheizkraftwerk geplant

Twist Anlässlich ihres Besuches bei der in Twist neu gegründeten Firma Corntec GmbH informierte sich die Ratsfraktion der Wählergemeinschaft Twist (WGT) eingehend über das Thema „Stromgewinnung aus Biogas". Seit geraumer Zeit befasst sich die Corntec GmbH mit der Planung, Entwicklung, Finanzierung und dem Betrieb von Biogas-Anlagen.
Neu an den von der Corntec GmbH geplanten BiogasAnlagen ist der Umstand, dass diese Anlage nicht mit Gülle, Ölen oder Fetten wie bei herkömmlichen Anlagen beschickt wird, sondern allein mit nachwachsenden Rohstoffen, wie beispielsweise Mais. Dies habe den Vorteil, dass weder der Betrieb noch die Beschickung wie bei, den herkömmlichen Anlagen mit unangenehmen Geruchsimmissionen behaftet sei, so der Geschäftsführer Dipl.-lng. Hermann Rugen. Darüber hinaus verblieben nach dem Gärungsprozess keinerlei nichtverwertbare Reststoffe. Vielmehr handele es sich bei dem verbleibenden Gärsubstrat um ein hochwertiges Substrat, das wiederum auf die Felder ausgebracht werden könne, so dass sich der natürliche Kreislauf wieder schließe.

Die Wählergemeinschaft begrüßt, dass diese Substrate keine unangenehmen Gerüche verbreiten. Das aus dem Gärungsprozess der BioMasse gewonnene Gas wird aufgrund einer ausgeklügelten Technik ohne nennenswerte Verluste einem Blockheizkraftwerk zugeführt, welches wiederum einen Strom-Generator antreibt. Über eine sinnvolle Nutzung der verbleibenden überschüssigen Restwärme wird seitens der Corntec GmbH derzeit auch nachgedacht, erfuhren die Gäste. Dass neben der nach dem EEG anfallenden Vergütung des gewonnenen Stroms bei der Einspeisung ins Netz noch ein sog. NawaRo-Bonus (Nachwachsende Rohstoffe) gezahlt werde, mache die Sache nach Auffassung von Jürgen Bloem, Fraktionssprecher der WGT, für den Landwirt als alternative Einkommensquelle umso interessanter - entweder als Zulieferer und/oder als Mitbetreiber der Anlage.

Zurzeit ist die Corntec GmbH damit befasst, in der Gemeinde Twist eine 500-kW-Anlage zu planen. Hierzu werde eine Fläche von ein bis zwei Hektar benötigt, auf der sowohl zwei Fermenter als auch eine Lagerplatte für den anzuliefernden Mais Platz fänden. Immerhin seien für den Betrieb der Anlage rund 250 Hektar Mais notwendig. Damit können jährlich ca. 4100000 kWh erzeugt werden, was für ca. 1000 Haushalte ausreichend wäre. Erste Liefer-Verträge seien geschlossen, weitere Gespräche mit Landwirten, auch in der näheren Umgebung, werden geführt. Bau und Inbetriebnahme der Anlage ist für 2005 geplant.Aufgrund des vorgelegten und durchdachten Planungs- und Finanzierungskonzeptes sicherte die WGT Unterstützung für das Projekt zu. Man glaube, dass neben den weiteren geplanten Standorten im Emsland sich auch in Twist ein geeigneter Standort finden lasse.

"Meppener Tagespost" vom 05.11.2004