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26. November 2004

Mais für Stromerzeugung

Biogasanlage in Twist geplant - Neue Technologie

Twist (mf) Ein ungewöhnliches Vorhaben möchte Dipl.-Ing. Hermann Rugen, Firma Corntec, Twist, zusammen mit Landwirten in Twist verwirklichen: Eine Biogaserzeugung auf Maisbasis, die zur Stromproduktion dient.

Der Ingenieur betrachtet die Biogasanlagen, die auf Güllebasis arbeiten, mit Skepsis. Besser sei es, nachwachsende Rohstoffe aus Pflanzen, am besten Mais, zur Gaserzeugung vergären zu lassen. Aufgrund seiner Kontakte zur Landwirtschaft war ihm bekannt, dass für eine Anlage optimaler Größenordnung mit 500 kW elektrischer Einspeiseleistung Mais von etwa 250 Hektar landwirtschaftlicher Fläche benötigt wird. Es gebe genügend für die Produktion von Nahrungs- oder Futtermitteln stillgelegte Flächen im Nahbereich, um solch eine Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Zumal über das Energie-Einspeise-Gesetz der Betrieb der Anlagen gefördert wird.

Das technische Konzept sei auf Betriebssicherheit und einfache Bedienung ausgelegt, betont Rugen. Von einem Mischwerk aus sollen täglich 30 Tonnen Maissilage in einen Fermenter-Behälter gelangen, dem ein gleich großer Nachgärer angeschlossen ist, um die Gasausbeute möglichst groß zu machen. Eine spezielle Dachkonstruktion soll Geruchsbelästigungen ausschließen und für eine sichere Gasabführung sorgen. Das Gas dient zwei in Containern untergebrachten Blockheizkraftwerken als Brennstoff. Den Flächenbedarf veranschlagt Rugen auf einen Hektar, einschließlich einer Lagerplatte für Maissilage und dem Gärsubstratlager. Das Gärsubstrat könne problemlos als Düngemittel verwendet werden. Als Standort komme ein landwirtschaftlicher Betrieb infrage, der gemeinsam mit Nachbarhöfen den Mais erzeugt.

Rugen nennt als weiteren Vorteil, dass Landwirte vorhandene Technik einsetzen könnten und dass der Mais nicht bis zur Vollreife auf dem Feld bleiben müsse. So könne der Einsatz der Erntemaschinen zeitlich gestreckt werden. Die Landwirte hätten eine Einkommensquelle unabhängig von der Entwicklung der Marktpreise und von der EU-Agrarpolitik. Der Umwelt komme zugute, dass es sich um einen geschlossenen biologischen Kreislauf handele, bei dem Sonnenenergie genutzt werde und keine zusätzlichen Treibhausgase entstünden.
"Meppener Tagespost" vom 26.11.2004