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13. November 2009

Treibstoff kommt vom Acker

Bundesweite Standorte für Biogastankstellen sucht derzeit die Biogasanlagenbegreibergesellschaft CornTec aus Meppen. Foto: Holger Keuper

keu Meppen. „Mit Biogas als Treibstoff hat der Autofahrer bei gleicher Tankfüllung eine höhere Reichweite als mit dem herkömmlichen Erdgas“, ist sich Hermann Rugen, Geschäftsführer der Biogasanlagenbetreibergesellschaft CornTec aus Meppen sicher.

Er sieht in dem Ersatz durch aufbereitetes Biogas (Biomethan) eine große Marktchance, da dieses Gas gleichzusetzen ist mit dem leistungsstarken H-Erdgas, welches in Norddeutschland so gut wie nicht angeboten werde. Stattdessen erhalte man in den wenigen Erdgastankstellen in Nordwestdeutschland nur das leistungsärmere L-Gas.

Der Biogasanlagenbetreiber aus dem Emsland unterhält bundesweit elf Biogasanlagen und müsste derzeit das produzierte Gas künstlich „verschlechtern“, um es in das Erdgasnetz einzuspeisen. „Beim Einsatz als Treibstoff in Traktoren, Lastwagen und Autos könnte man hier die Vorteile des Biogases klar ausspielen“, so Rugen weiter. Erdgasfahrzeuge werden schon heute serienmäßig von fast allen Fahrzeugherstellern angeboten, dennoch hält sich die Nachfrage in Grenzen.

Grund hierfür ist das noch nicht flächendeckend ausgebaute Erdgastankstellennetz in Deutschland. „Wenn wir flächendeckend Tankstellen benötigen, Biogas bereits in jeder Region dezentral produziert wird und die Fahrzeuge bereits heute vorhanden sind, warum stellen wir nicht eine Biomethantankstelle in der Nähe einer Biogasanlage auf?“, stellt Rugen provokativ die Frage. CornTec will dieses Vorhaben ansatzweise durchsetzen und sucht daher bundesweit Standorte für potenzielle Tankstellen in der Nähe von Biogasanlagen. Das Gas könne so per noch zu verlegende Leitungen oder in Tanks zu den Tankstellen transportiert werden.

Doch im Augenblick spiele die Politik laut Rugen noch nicht so ganz mit. Zwar könnten landwirtschaftlich betriebene Biogasanlagen bereits heute einen um 50 Prozent höheren Wirkungsgrad erzielen, seien aber durch gesetzliche Bestimmungen auf eine Obergrenze von 500 Kilowatt begrenzt. „Dies ist reine Energieverschwendung“, schimpft der CornTec Geschäftsführer auf die behördlich festgesetzten Regelwerke, die nur zeitversetzt an die Realität angepasst würden..