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2. April 2010

Erneuerbare Energien sind keine Preistreiber

Stromkonzerne nutzen EEG-Umlage für Strompreis- erhöhung

Die Erneuerbare Energien sind nicht die Kostentreiber, wie man an der Preisentwicklung in den letzten Jahren sehen kann. Sie haben im Gegenteil einen kostensenkenden Effekt an der Strombörse. Die EEG-Umlage darf von den Stromkonzernen nicht zum Anlass für Strompreiserhöhungen genommen wer- den“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Björn Klusmann.

Dennoch haben die vier Übertragungsnetzbetreiber in diesem Jahr die EEG-Umlage für den Verbraucher von 1,2 Cent auf 2 Cent pro Kilowattstunde für die Vergütung des Stroms aus Erneuerbarer Energien angehoben. Gründe für diese Erhöhung seien der Einbruch des Börsenpreises für Strom aufgrund der Wirtschaftskrise, veränderte Berechnungsmethoden nach der neuen Verordnung und ein schnelleres Wachstum der Erneuerbaren Energien.

Wegen der Wirtschaftskrise ist die Stromnachfrage und damit der Strompreis an der Börse zurückgegangen. In Relation hierzu wirkt die Umlage für den „wachsenden“ EE-Strom-Anteil höher. Dieses Verhältnis wird aber schlagartig wieder günstiger, wenn Stromnachfrage und –bör- senpreis wieder steigen. Weiterhin sind durch die neue Ausgleichsmechanismusverordnung Bestandteile des Strompreises umge- schichtet worden. Waren früher Betriebs- und Ausgleichskosten für EEG- Strom Teil der Netznutzungsentgelte, so sind diese Kosten jetzt in die EEG-Umlage verschoben worden. Dies macht fast ein Viertel der schein- baren Erhöhung der Umlage aus und sollte eigentlich von den Stromkonzernen im Posten „Netzentgelte“ wieder abgezogen werden. Der derzeitig noch notwendigen Förderung Erneuerbare Energien steht ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen gegenüber. Werden die einzelnen regenerativen Energieträger differenziert betrachtet, hat Biogas im Jahr 2009 mit einer Stromeinspeisung von 20.500 GWh per Anno im Gegensatz zur Windenergie mit 37.800 GWh stark aufgeholt. Die Leistung bei der Sonnenenergie lag im Jahr 2009 gerade bei 6.100 GWh. Diese Energieform trägt allerdings mit 2,5 Cent an den Kosten der EEG- Durchschnittsvergütung von 13,5 Cent/KWh einen recht hohen Anteil.

Beim Einsatz von Kohle, Erdöl und Erdgas entstehen Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden, die sich nicht in deren Preisen spiegeln. Erneuerbare Energien vermeiden Klimaschäden und Kosten für Energieimporte. Die Einspeisung von Erneuerbaren Energien senkt zudem den Strompreis an der Börse. Sie bringen also insgesamt mehr Nutzen für die gesamte Volkswirtschaft, als ihre Förderung kostet.